Die besten 7 Luftentfeuchtungsgeräte im Vergleich. Unser Kauftip ist das Remko ETF 320 mobiler Luftentfeuchter Bautrockner. Die meisten Leute haben schon einmal von einem Raumbefeuchter gehört. Aber ein Luftentfeuchtungsgerät?... zum Ratgeber

1. Platz
  • Trockenleistung
  • leistungsstark
  • einfache Bedienung
  • großer Kondensationstank
2. Platz
  • hohe Leistung
  • angenehmer Geräuschpegel
  • Eignung für Räume bis 100 qm
  • seitliche Wasserstandsanzeige
  • alternative Nutzung als Bautrockner
3. Platz
  • kompakte, kleine Bauweise
  • automatische Abschaltung, wenn die gewünschte Luftfeuchtigkeit erreicht oder der Wasserbehälter voll ist
  • bequeme Bedienung über Tableau mit LED-Beleuchtung
  • Entfeuchtungsleistung: 12l / 24 h

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Ratgeber

Die meisten Leute haben schon einmal von einem Raumbefeuchter gehört. Aber ein Luftentfeuchtungsgerät? Ist das Problem mit der Raumluft nicht gewöhnlich, dass sie zu trocken ist, wenn beispielsweise die Heizung läuft? Wenn dem so wäre, gäbe es keinen Schimmel.

Denn Schimmelbefall stellt sich immer bei zu hoher Luftfeuchtigkeit in Innenräumen ein. Ist eine Wohnung erst einmal von Schimmel befallen, ist es im Grunde genommen bereits zu spät. Denn dann kommen auf den Wohnungsinhaber enorme Kosten zu.

Die Sanierungsarbeiten können nur von teuren Spezialisten vorgenommen werden. Die dabei anfallenden Geldbeträge stehen in keinem Verhältnis zu den Anschaffungskosten eines recht günstigen Luftentfeuchters.

Warum sind Luftentfeuchtungsgeräte sinnvoll?

Es existieren klare Empfehlungen, wie es um die Luftfeuchtigkeit in einem Wohnraum beschaffen sein sollte. Als optimal gilt eine relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 % und 55 %. trotec-luftentfeuchter-ttk-25-e.jpgWerte jenseits von 65 % führen auf Dauer zu Schimmelbildung und potenziellen Gesundheitsschäden.

Eine Luftfeuchtigkeit von unter 40 % ist hingegen zu trocken. In diesem Fall sollte man einen Luftbefeuchter einsetzen. Denn das Raumklima führt dann zum Austrocknen der Schleimhäute. Die Folge ist eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und grippalen Infekte.

Man benötigt nicht zwingend ein Messgerät, um zu hohe Luftfeuchtigkeit festzustellen. Zu feuchte Luft empfindet man als drückend und schwül. Das Ergebnis ist, dass man sich erschöpft und schlapp fühlt. Auch das häufige Beschlagen und Kondensieren von Fensterscheiben ist ein wichtiger Fingerzeig, dass mit dem Raumklima etwas nicht stimmt.

Wie bildet sich Schimmel?

Eine Luftfeuchtigkeit jenseits von 65 % bietet Schimmelpilzen den idealen Nährboden, um sich munter zu vermehren. Die Pilze entstehen an feuchten Stellen, die sich im Mauerwerk bilden können. Sie sind jedoch vor allen Dingen in der Umgebung von Fenstern anzutreffen. Hier lagert sich bevorzugt Kondenswasser ab.

Die Ursache hierfür sind sogenannte Wärmebrücken. Diese Brücken bezeichnen die Übergänge zwischen kalter und warmer Luft. Warme Luft kann Feuchtigkeit binden. Kalte Luft ist hingegen nicht in der Lage, eine vergleichbare Menge an Wassermolekülen aufzunehmen. Das überschüssige Wasser perlt in Form von Tropfen ab, was man als Kondensation bezeichnet.

Kondenswasser bildet sich also bevorzugt in Räumen mit ausgeprägten Wärmebrücken wie etwa einem Keller. Doch auch Räume wie Küchen oder Badezimmer, in denen viel Wasser verdampft, sind typische Problemzonen.

Darüber hinaus produziert der menschliche Schweiß und Atem eine Menge Luftfeuchtigkeit. Wenn sich die Familie häufig gemeinsam im Wohnzimmer aufhält, kann selbst hier der empfohlene Maximalwert für Luftfeuchtigkeit überschritten werden.

Die Gefahren der Schimmelbildung

Schimmelpilze sind nicht nur ein optischer Schandfleck, sondern rufen auch allergische Reaktionen hervor. Bei älteren Menschen oder Kindern kann das ständige Einatmen der Pilzsporen dazu führen, dass das Immunsystem geschwächt wird. aktobis-luftentfeuchter-raumtrockner-wdh-610ha.jpgDas ebnet einer Reihe von Folgeerkrankungen bis hin zur Lungenentzündung Tür und Tor.

Doch auch gesunde Menschen mit robusten Abwehrkräften haben unter der Schimmelbildung zu leiden. Denn die Pilze verbreiten einen übel riechenden Modergeruch, den man nicht mehr aus der Wohnung herausbekommt.

Wie funktioniert ein Luftentfeuchtungsgerät?

Die Entfeuchter funktionieren in aller Regel nach dem Kondensationsprinzip, um der Luft das überschüssige Wasser zu entziehen. Dazu saugen sie die Raumluft zunächst an, erwärmen sie und kühlen sie im nächsten Moment schlagartig ab. Dadurch wandelt sich die Luftfeuchtigkeit in Kondenswasser um, das die Maschine in einem Wasserbehälter sammelt.

Positiv: Die Geräte sind praktisch wartungsfrei. Empfindliche Verschleißteile sind nicht vorhanden.

Vorsicht bei den Leistungsangaben

Die Hersteller geben eine Entfeuchtungsleistung an, die dem Maximalwert entspricht. Dieser lässt sich aber nur unter optimalen Bedingungen erreichen. Ideal aus Sicht des Entfeuchters ist eine Raumtemperatur von 30° Celsius und eine relative Luftfeuchtigkeit von mehr als 80 %. Diese Werte erreicht man vielleicht in einem Tropenhaus, jedoch nicht in einer normalen Wohnung.

Grundsätzlich gilt, dass die Raumtemperatur mindestens 10° C betragen muss, damit das Gerät überhaupt einen Nutzen bringen kann. Denn kältere Luft kann wie gesagt ohnehin kaum Feuchtigkeit binden und gibt sie sofort an die Umgebung ab. Ein Entfeuchter macht hier keinen Sinn.

Logischerweise wirkt sich also die durchschnittliche Raumtemperatur auf die Leistungsfähigkeit des Entfeuchters aus. Die meisten Geräte sind für die normalen Temperaturen zwischen 18 und 20 Grad ausgelegt. Wer aber beispielsweise Kellerräume mit einer deutlich niedrigeren Durchschnittstemperatur entfeuchten möchte, greift besser zu einem Apparat mit stärkerem Kompressor.

Welchen Einfluss hat die Raumgröße?

Die Hersteller machen stets Angaben darüber, welche Grundfläche und welches Raumvolumen das jeweilige Gerät entfeuchten kann. Die verfügbare Angebotspalette umfasst Luftentfeuchter, die für kleine Zimmer mit bis zu zehn Quadratmetern gedacht sind, und große Modelle, die auch problemlos Büroräume mit 80 qm² bewirtschaften können. Wenn man ein Luftentfeuchtungsgerät sucht, dass man in mehreren verschiedenen Zimmern einsetzen will, empfiehlt sich auf jeden Fall eine mittlere Größe, die sich unterschiedlichen Gegebenheiten anpasst.

Welche Tankgröße?

Die ideale Tankgröße hängt von der Luftfeuchtigkeit und der Raumgröße ab. Die erhältlichen Geräte für den Privatgebrauch bieten meist zwischen 2,5 l und 7 l Fassungsvermögen. Je größer das Raumvolumen und je höher die Feuchtigkeit, desto größer sollte der Wasserbehälter sein. Ansonsten ärgert man sich später, weil man ständig den Tank ausleeren muss.

Außerdem verfügen viele Luftentfeuchter über eine Abschaltautomatik, die sich bei vollem Behälter einschaltet. In dieser Zeit entfeuchtet die Maschine natürlich nicht die Luft, was der Schimmelbildung Vorschub leisten kann. Wenn man den Apparat mit zu kleinem Tank längere Zeit aus den Augen lässt, kann dies also unangenehme Folgen nach sich ziehen. trotec-luftentfeuchter-ttk-75-e.jpgBei den höherwertigen Geräten sind deshalb Tankgrößen von bis zu 40 l anzutreffen.

Typische Einsatzbereiche für Luftentfeuchter

Luftentfeuchtungsgeräte sind flexibel verwendbar. Neben der Schimmelprävention im Wohnbereich ist ihr Einsatz in bestimmten Problemzonen besonders sinnvoll:

  • Neubau
  • Wasserschaden
  • Nasszelle
  • Wäschetrocknen
  • Kellerraum
  • Lagerraum
  • Gartenhaus
  • Generelle Vorbeugung gegen Schimmelbefall

Neubau

Ein Neubau verdunstet über einen längeren Zeitraum jede Menge Feuchtigkeit. Pro Quadratmeter Mauerputz oder Bodenestrich können sich schnell mehrere Liter Wasser ansammeln, die irgendwie entweichen müssen, bevor man die Wohnung beziehen kann. Wer hier nicht für permanente Lüftung sorgt, erlebt eine unangenehme Überraschung in Form von dauerhaft feuchten Wänden. Ein Luftentfeuchter beschleunigt den Trocknungsprozess erheblich.

Wasserschaden

Bei einem Wasserschaden oder einer Überschwemmung zieht das Wasser immer in Wände und/oder Böden ein. Diese Menge an Feuchtigkeit bekommt man durch einfaches Lüften kaum aus der Wohnung gebannt. Bei solchen Unfällen empfiehlt sich dringend der Einsatz eines Luftentfeuchters.

Nasszelle

Das Badezimmer, die Sauna oder das Hausschwimmbad sind typische Bereiche, die eine enorm hohe Luftfeuchtigkeit ausbilden. Auch Küchen ohne Dunstabzugshaube zählen dazu. In diesen Bereichen sollte man für eine vernünftige Luftentfeuchtung sorgen, weil diese Wohnbereiche besonders anfällig für Schimmelbildung sind.

Wäschetrocknen

Ähnliches gilt für die Räume, in denen man die Wäsche trocknet. Zumindest im Winter kommt man kaum herum, die nassen Textilien auch in Innenräumen aufzuhängen. Das Luftentfeuchtungsgerät hat hier einen positiven Nebeneffekt. Denn die Wäsche trocknet wesentlich schneller und die Anschaffungskosten für dieses Gerät fallen zudem deutlich geringer aus als für einen Waschtrockner.

Kellerraum

Kellerräume werden kaum beheizt, sind schlechter isoliert und haben deshalb meist kalte Wände. Das kalte Mauerwerk ist eine typische Wärmebrücke, an der sich leicht Kondenswasser niederlässt.

Wenn Fenster in diesem Bereich fehlen, ist praktisch keine Luftzirkulation vorhanden, was den Kondensationsprozess zusätzlich beschleunigt. Hier kann sich die Anschaffung eines Luftentfeuchters bezahlt machen.

Lagerraum

Lagerräume sind noch unmittelbarer von zu hoher Luftfeuchtigkeit bedroht. Denn hier bildet sich nicht nur Schimmel an den Wänden, sondern befällt gelagerte Lebensmittel, Dokumente, Möbel oder Kunstwerke. Sind die Gegenstände erst einmal mit Pilzen besetzt, sind sie praktisch unbrauchbar. Ein Luftentfeuchter mit automatischer Steuerung ist die passende Lösung für das Problem.

Gartenhaus

Eine Gartenlaube und ein Wohnwagen sind kaum isoliert, was fast zwangsläufig Wärmebrücken zur Folge hat. Zumindest in den wärmeren Monaten macht hier der Einsatz eines Luftentfeuchters Sinn.

Vorbeugung gegen Schimmelbefall

Im übrigen Wohnbereich dient der Luftentfeuchter der Schimmelvorbeugung. Diese Verwendung ist insbesondere in Gebäuden mit älteren Fenstern sinnvoll. Denn deren Rahmen sind meist schlecht isoliert und bilden die gefürchteten Wärmebrücken aus.

Doch auch die moderne Fassadendämmung bereitet dem Binnenklima einer Wohnung Probleme. Die Luft kann nicht mehr durch das Mauerwerk zirkulieren und bleibt in der Wohnung stehen – mit ihr natürlich die Feuchtigkeit. remko-etf-320-mobiler-luftentfeuchter-bautrockner.jpgEine permanente Luftentfeuchtung ist in diesen Bereichen zwingend notwendig.

Welche Ausstattungsmerkmale sind wichtig?

Außer mit ihren Leistungsdaten warten die Luftentfeuchtungsgeräte mit diversen Extras auf. Welche davon wirklich notwendig sind, hängt vom persönlichen Bedarf ab. In den folgenden Ausstattungsmerkmalen unterscheiden sich die Luftentfeuchter:

  • Gewicht
  • Sicherheits-Automatik
  • Anschlussmöglichkeit für Schlauch
  • Allergiker-Schutz
  • Hygrostat-Steuerung
  • Timer
  • Betriebsstundenzähler

Gewicht

Das Gewicht spielt bei einem Luftentfeuchter immer dann eine Rolle, wenn man das Gerät in mehreren Räumen verwenden möchte. In diesem Fall muss man es transportieren. Jedes weitere Kilo erschwert diese Aufgabe. Hat der Apparat also ein hohes Eigengewicht, sollte er idealerweise über Rollen oder zumindest einen stabilen Tragegriff verfügen.

Sicherheits-Automatik

Eine Abschaltautomatik zählt heutzutage zur Standardausrüstung von Luftentfeuchtern. Sie stoppt das Gerät, sobald der Tank vollgelaufen ist. Wenn man die Maschine unbeobachtet und im Dauerbetrieb laufen lässt, ist diese Funktion natürlich besonders wichtig.

Anschlussmöglichkeit für Schlauch

Für den Dauerbetrieb eines Luftentfeuchter stellt auch die Anschlussmöglichkeit eines externen Schlauchs eine Alternative dar. In diesem Fall kann man sogar auf eine Sicherheits-Automatik verzichten.

Doch der vorrangige Zweck ist der reibungslose Betrieb auch in Abwesenheit. So muss man beispielsweise im Urlaub nicht das Gerät abschalten, sondern kann darauf vertrauen, dass der Luftentfeuchter auch in dieser Zeit zuverlässig vor Schimmel schützt.

Allergiker-Schutz

Hausstaub- oder Pollenfilter gehören bei einem Luftentfeuchter zur Sonderausstattung. Wer Allergiker ist, sollte zu solch einem Gerät greifen. In diesem Fall sind die Luftentfeuchter jedoch nicht komplett wartungsfrei, denn man muss die Filter regelmäßig austauschen. Die entsprechenden Folgekosten sollte man beim Kauf einkalkulieren.

Inzwischen sind auf dem Markt jedoch auch Geräte erhältlich, die nicht mit einem Textilfilter arbeiten, sondern mittels Wasser Staub und Pollen herausfiltern. Hier ist ein Austausch des Filters im buchstäblichen Sinne des Wortes überflüssig.

Hygrostat-Steuerung

Die einfacher konstruierten Luftentfeuchtungsgeräte besitzen lediglich einen Ein-/Ausschalter. Die meisten Apparate verwenden jedoch inzwischen eine Hygrostat-Steuerung. Das Gerät misst permanent die Luftfeuchtigkeit und schaltet sich erst ein, wenn ein voreingestellter Schwellwert überschritten wird. Ist die Luft wieder im gewünschten Gleichgewicht, stellt der Apparat selbstständig die Tätigkeit ein.

Die gewünschte Ober- und Untergrenze lässt sich bequem über einen Drehregler oder Tasten an einem Display einstellen. Um zu verhindern, dass das Gerät sich quasi im Minutentakt an- und ausschaltet, ist in der Regel eine Toleranz von fünf Prozent eingebaut. Das Einschalten des Kompressors verbraucht mehr Energie als der normale Betrieb. elro-dh250-mini-luftentfeuchter.jpgDurch diese Funktion spart man also Stromkosten.

Die Geräte messen zwar mittels der Sensorik die aktuellen Feuchtigkeitswerte. Deshalb zeigen sie diese Werte aber nicht zwangsläufig an. Über dieses Feature verfügen nur wenige Luftentfeuchter. Wer gerne wissen möchte, wie viel die Luftfeuchtigkeit beträgt, muss sich gegebenfalls ein Hygrometer anschaffen.

Luftentfeuchter mit Timer-Funktion

Wer nicht ständig seinen Luftentfeuchter im Auge behalten möchte, kann außer zu einer Hygrosgat-Steuerung auch zu einem eingebauten Timer greifen. Bei diesen Apparaten lassen sich feste Zyklen einstellen, wann sich die Entfeuchtungsfunktion einschaltet. Damit behält man die Kontrolle über den Stromverbrauch.

Betriebsstundenzähler

Ein Betriebsstundenzähler erfüllt einen ähnlichen Zweck, ist jedoch noch in anderer Hinsicht nützlich. Viele Luftentfeuchtungsgeräte mit Schutzfilter für Allergiker geben an, nach welcher Laufzeit man den Filter austauschen sollte. Anhand des Betriebsstundenzählers lässt sich dieser Zeitpunkt genau abpassen.

Der Geräuschpegel

Es gibt einige wenige Geräte auf dem Markt, die dank einer geringen Geräuschemission theoretisch auch für den Betrieb in einem Schlafzimmer infrage kommen. In der Praxis hängt es aber immer von der individuellen Wahrnehmung ab, ob ein 30 Dezibel lauter Apparat als störend oder nicht störend empfunden wird.

Die meisten Nutzer verwenden die Luftentfeuchter ohnehin in anderen Räumen und zu anderen Tageszeiten. In einem Arbeitszimmer oder einem Büro spielt allerdings die Geräuschentwicklung auch tagsüber eine Rolle. Viele Modelle erzeugen einen Geräuschpegel, der in etwa mit einem Deckenventilator vergleichbar ist.

Die leistungsstärkeren Geräte können jedoch durchaus lauter werden. In diesem Fall ist es von Vorteil, wenn die Maschine über mehrere Leistungsstufen mit unterschiedlicher Lautstärke verfügt. Wenn sich Personen im Raum aufhalten, lässt sich der Apparat dann herunterregeln.

Der Stromverbrauch

Es gab Zeiten, in denen Luftentfeuchter als wahre Stromfresser verschrien waren. Diese Zeiten gehören glücklicherweise der Vergangenheit an. Die meisten Geräte haben eine Leistungsaufnahme zwischen 200 und 650 Watt. Da sie in der Regel nicht im Dauerbetrieb laufen, hält sich der Stromverbrauch im überschaubaren Rahmen.

Man sollte deshalb aber nicht automatisch zum Luftentfeuchter mit der geringsten Wattzahl greifen. Denn zum einen repräsentiert diese Zahl nur den Maximalwert, der beim Anschalten der höchsten Leistungsstufe entsteht. Ein Betrieb auf einer niedrigeren Stufe ist automatisch günstiger im Verbrauch.

Zum anderen entfeuchten die leistungsfähigeren Kompressoren schneller die Raumluft. Sie sind also deutlich seltener im Betrieb als kleiner dimensionierte Geräte.

Luftentfeuchter ohne Strom

Es gibt auch Luftentfeuchtungsgeräte, die nicht elektrisch angetrieben werden. Diese Luftentfeuchter benutzen Granulat. Man kennt das Prinzip zum Beispiel von Verpackungen für Elektronikgeräte. comfee-luftentfeuchter-bautrockner-mdf2-20den3.jpgHier legt der Händler oftmals kleine Beutelchen mit Granulat bei, die die vorhandene Luftfeuchtigkeit aufsaugen. So bleibt die empfindliche Elektronik vor Beschädigungen geschützt.

Solche Luftentfeuchter auf Granulatbasis sind für kleine Zimmer sinnvoll oder in Räumlichkeiten, in denen kein Strom verfügbar ist. Ein typisches Beispiel wäre ein Ferienhaus, eine Schrebergartenhütte oder ein Wohnwagen. Die Granulatmenge lässt sich meistens an die Raumgröße anpassen. Die Hersteller geben entsprechende Empfehlungen ab.

Pflege und Wartung von Luftentfeuchtern

Die Kompressoren und die Elektronik eines Luftentfeuchters sind wartungsfrei. Worum man sich regelmäßig kümmern muss, ist das Entleeren des Wasserbehälters. Mit Anschluss eines externen Schlauchs kann man sich dieses Problems erledigen.

Ansonsten muss man lediglich die Filter warten. Bei Geräten für Allergiker ist ein Austausch der Spezialfilter etwa jedes halbe Jahr fällig. Die übrigen Luftentfeuchter verwenden abwaschbare Filtermatten, die den groben Schmutz in der Luft wie Tierhaare und Staubflusen aussortieren.

Die Filtermatten lassen sich mit klarem Wasser ausspülen. Ähnlich geht man mit dem Wasserbehälter vor. Man braucht ihn lediglich einmal durchzuspülen und schon ist er wieder einsatzbereit.

Bekannte Herstellermarken von Luftentfeuchtungsgeräten

Auf dem Markt haben sich eine Reihe von Herstellern etabliert, die ein großes Sortiment unterschiedlicher Luftentfeuchter bereithalten. Hier ist für jede Anforderung und jeden Geldbeutel etwas dabei. Zu den bekanntesten Marken gehören:

  • Wenko
  • Comfee
  • Duracraft
  • WDH
  • Remko

Wenko

Wenko wendet sich an die preisbewussten Käufer. Die Produktpalette umfasst vor allen Dingen günstige Luftentfeuchter ohne viel Schnickschnack. Die preiswertesten Geräte sind bereits für rund 20 Euro erhältlich. Die Modelle sind entsprechend weniger leistungsstark und eignen sich vorwiegend für kleinere Wohnräume, in denen die Luftfeuchtigkeit nicht allzu hoch ist.

Zu den Stärken des Anbieters gehört neben dem Preis auch das umfangreiche Zubehör, das erhältlich ist. Außerdem findet man bei Wenko kleinere Luftentfeuchter für Spezialaufgaben. So stehen Geräte für die Garage, das Auto oder Wohnwagen bereit.

Comfee

Comfee ist ein Hersteller, der das mittlere Preissegment bedient. Die Luftentfeuchter sind in der Preisspanne zwischen 90 und 250 Euro erhältlich. Dabei handelt es sich um leistungsstarke Geräte, die mit Wasserbehältern in der Größe von 10 bis 30 Litern aufwarten können. duracraft-luftentfeuchter-dd-tec10ne2.jpgBesonderheit: Statt der üblichen zwei Jahre gewährt Comfee auf seine Geräte drei Jahre Garantie.

Duracraft

Duracraft hat einige Luftentfeuchtungsgeräte im Angebot, die bei Tests sehr gut abgeschnitten haben. Die Geräte bewegen sich ebenfalls im mittleren Segment zwischen 150 und 250 Euro. Sie sind von der Leistung so ausgelegt, dass sie für alle klassischen Verwendungszwecke infrage kommen.

Die Modelle von Duracraft heben sich vor allen Dingen durch ihr Design und ihre Ausstattung von Konkurrenzprodukten ab. Die Geräte besitzen eine auffallend elegante Optik, dank derer sie sich hervorragend in Wohnungen oder Büros integrieren lassen. Zu den Ausstattungsmerkmalen zählen Timer, leichtgängige Laufrollen oder abwaschbare Filtermatten.

WDH

WDH ist Spezialist für Bautrockner, kennt sich also folglich mit Luftentfeuchtungsgeräten im professionellen Bereich bestens aus. Von dem Hersteller sind jedoch auch einige Modelle erhältlich, die sich in erster Linie an private Anwender richten. Diese Luftentfeuchter liegen mit Preisen zwischen 100 und 300 Euro durchaus im erschwinglichen Rahmen. Die Maschinen sind sehr leistungsstark und sind mit Tanks zwischen 12 und 40 Litern ausgerüstet.

Remko

Remko zählt bei den Luftentfeuchtungsgeräten zu den Premium-Marken. Die Modelle haben allerdings einen entsprechenden Preis, der sich irgendwo zwischen 300 und 3.000 Euro bewegt. Dafür erhält man wirkliche Hochleistungsgeräte, die jede Feuchtigkeit in Nullkommanichts wegsaugen und dennoch mit einem äußerst niedrigen Stromverbrauch glänzen.

Für die Privatwohnung ist solch ein Profigerät jedoch etwas überdimensioniert. Mit der Anschaffung kann man liebäugeln, wenn man große Büro- oder Lagerräume zu unterhalten hat. Auch zur Trocknung von Neubauten oder nach einem Wasserschaden empfehlen sich diese Top-Modelle von Remko.

Bezugsquellen für Luftentfeuchter

Luftentfeuchter erhält man gewöhnlich in Baumärkten sowie einigen Waren- oder Möbelhäusern. Dort ist das Angebot aber jeweils auf einige wenige Marken und Einsatzbereiche beschränkt. Eine weitaus größere Auswahl trifft man in den Online-Versandhäusern wie beispielsweise Amazon an. Hier findet man leichter das passende Gerät, das den eigenen Ansprüchen genügt.

Zwar fehlt es hier an persönlicher Kundenberatung. Doch mit diesem Ratgeber, worauf man beim Kauf eines Luftentfeuchtungsgerätes achten sollte, und den ausführlichen Herstellerangaben sowie Kundenrezensionen lässt sich recht gut erkennen, ob der jeweilige Luftentfeuchter den persönlichen Bedürfnissen entspricht.

Fazit

Man muss sich nicht mit modrigem Gestank, Schimmel an den Wänden und feuchten Kellerräumen zufriedengeben. Die Anschaffung eines vergleichsweise günstigen Luftentfeuchtungsgerätes verhindert all diese Probleme und sorgt für ein optimales Raumklima.

Der Stromverbrauch hält sich in überschaubaren Grenzen, da die meisten Geräte heute über eine Hygrostat-Steuerung verfügen, die den Luftentfeuchter nur dann anschalten, wenn er tatsächlich gebraucht wird.

Dank Ausstattungsmerkmalen wie integrierten Rollen oder Spezialfiltern für Allergiker sind die Luftentfeuchtungsgeräte praktisch in jedem Haushalt einsetzbar. Mehr als eine Steckdose benötigen die Geräte nicht. Und selbst wenn diese fehlt, hält der Markt mit Granulat-Luftentfeuchtern noch eine praktikable Alternative bereit.

Um die Geräte zu bedienen, muss man keine komplizierten Gebrauchsanweisungen wälzen. Die Bedienung ist meist selbsterklärend.